
Wie kam ich auf die Idee mir zwei Chinchillamädchen anzuschaffen? Gute Frage.
Als ich ca. 8 Jahre alt war, schaffte sich meine damals beste Freundin eine Chinchilladame an. Ich hatte vorher noch nie so ein Tier gesehen, geschweige denn von gehört.
Und weil man ja noch jung war und immer das haben wollte, was andere haben, wollte ich natürlich auch einen Chinchilla. Nach langem bearbeiten meiner Eltern, bekam ich endlich meinen langerbettelten Chinchilla. Er war ein Standardmännchen und bekam den Namen "Chilli". Ok, der Name war nicht gerade einfallsreich, doch was verlangt man von einem achtjährigen Mädchen? *grins*
Nun denn, ich muss sagen, wir waren nicht gut informiert, sonst hätte ich bestimmt noch einen zweiten Chinchilla gewollt.
So lebte "Chilli" nun bei mir, ich spielte jeden Abend mit ihm und nahm ihn sogar am Geschirr mit nach draußen. Ich weiß der Umgang war nicht gerade artgerecht, aber als Kind möchte man halt viel Zeit mit seinen Tierchen verbringen, so kletterte er halt mit mir in den Bäumen herum. Heute denke ich natürlich anders darüber, doch damals fand ich es einfach prima.
Nach einer Weile bemerkte ich, das Chilli Wunden aufwies, obwohl ich nie Stürze oder Selbstverletzen beobachten konnte. Wir gingen zum Tierarzt, der mein Chin auch gleich dort behielt. Genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern, ich weiß nur noch das mir am nächsten Tag meine Eltern sagten, dass er eine schwere Krankheit (Selbstverstümmlung) durch Überzüchtung hatte und das der Arzt ihn eingeschläfert hat.
Eine Welt ist für mich zusammen gebrochen, ich konnte das alles nicht verstehen.
Kurze Zeit später bekam ich einen neuen Chinchilla, ebenfalls Standardfarben und mit den Namen "Chilli, der Zweite". Ja, ich weiß, sehr kreativ! *lach*
Dieser lag eines Tages tot im Käfig. Ich vermute, er starb an einer Vergiftung, da wir zu der Zeit die Kinderzimmerwand mit Antischimmelspray bearbeiteten. Wir hatten den Chinchilla extra in einen weiter entfernten Raum mit guter Belüftung gestellt, doch irgendwie war das Zeug wohl zu ätzend.
"Das war`s wohl erst einmal mit Nagern" dachte sich meine Mutter und versuchte mir dies auch klar zumachen.
So bekam ich einen Hund, einen Jack-Russel-Mischling aus dem Tierheim. Er hieß Snoopy und weil ich den Namen sehr schön fand, behielt er ihn auch!
Durch meinen damaligen Freund kam ich im Jahr 2001 auf die Ratte. Diesmal informierte ich mich gründlich und hielt "Jerry" meine erste Ratte mit "Ratti", der Ratte meines Bruders, zusammen artgerecht in einen recht großen Käfig. Mein Freund hatte auch eine Ratte namens Mausi, welche wir mit Jerry verpaarten. Heraus kamen zehn kleine und total süße Rattenbabies. Die männlichen Ratten, Gizmo und Puschen, kamen nach der Geschlechtertrennung mit zu mir und sieben (eins von den Kleinen verstarb leider) Mädels kamen mit zu Mama Mausi in einen riesigen Schrankkäfig. Dadurch das Papa Jerry und Onkel Ratti noch zwei Mitbewohner bekamen, schenkte mir meine Mama einen größeren Käfig. Weihnachten 2001 schenkte mir mein Freund noch eine hübsche Ratte, welche ich Peanut taufte.
Als ich nun im Herbst 2003 meine letzte Ratte Peanut zum Tierarzt brachte (er hatte ein großen Tumor) und ihn von seinen Leiden befreien ließ, beschloss ich trotz Rattenvernarrtheit mir keine Ratte mehr zu holen. Ich war so bestürzt darüber, dass meine süßen Pelznasen nur so ein kurzes Leben genießen durften. Ich werde die Erfahrung nie missen, da mir die Ratten sehr ans Herz gewachsen waren, doch mir tat es immer zu sehr weh, wenn mich eine Ratte verließ.
So fasste ich den Entschluss mir ein anderes Tier zu kaufen. Nach langem grübeln kamen ich auf Chinchillas. Ich wollte diesmal alles richtig machen und so holten wir Ende November 2003 zwei Chinchillamädchen.
Und so kam ich halt zu "Flöckchen" und "Pünktchen"!
Ich lerne jeden Tag dazu und versuche alles was ich über meine Chins wissen muss in mich auf zu saugen.