Die Geschichte

Ursprünglich kommen die Chinchillas aus Südamerika. Sie bevorzugen felsige Gegenden in einer Höhe bis zu 5000m wie in Argentinien, Peru, Bolivien und Chile, wo sie in Höhlen und Felsspalten hausen. Das Klima dort besteht aus starken Temperaturschwankungen (Tag / Nacht) und niedriger Luftfeuchtigkeit (Höhe!). Monatelange Trockenheit ist für die Chinchillas kein Problem. Der Wasserbedarf wird durch den morgendlichen Tau und verschiedenen Kakteenarten gedeckt. Das üppige Fell schützt nicht nur vor Hitze bzw. Kälte sondern erschwert die Verdunstung des Körpers. Die Nacht nutzen die Chinchillas zur Futterbeschaffung und verkriechen sich wieder in ihren Höhlen, sobald die Sonne aufgeht. Natürliche Spalten in Felsen dienen als Unterschlupf, sie bauen ihre Höhlen nie selbst. Meistens teilen sich die Chinchillas ihre Höhlen mit anderen Nagetieren, wie die Chinchillaratte. Die Chinchillaratten legen ellenlange Gänge an, in denen es sehr trocken und sauber ist, was für die Chinchillas sehr verführerisch ist. Chinchillas ernähren sich von Steppengräsern, Früchten, Rinden und der sehr beliebten Guillavesfrucht, welche an bestimmten Kakteen wächst. Die Standard-Farbe eines Chinchilla variiert zwischen hell- bis dunkelgrau, wobei die Unterseite heller ist (kann bis ins weiß gehen). Ein (wildes) Chinchilla hat eine Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren. Greifvögel, Eulen, Füchse und Stinkmarder sind ihre natürlichen Feinde, doch im 16. Jahrhundert entdeckte der Mensch das Chinchilla. Tausende von Chinchillas mussten wegen eines Modetrends sterben, besonders im 18. und 19. Jahrhundert waren Chinchillapelze sehr begehrt. Für einen Mantel müssen über hundert Chinchillas ihr Leben lassen, deshalb sind viele Arten des Chinchilla bereits ausgerottet.